Teil I: für den Taucher selbst

Teil II: Maskenpanik besiegen – ein Guide für Tauchlehrer

Nachdem mein letzter Blogeintrag über Schrödingers Taucher erheblich erfolgreicher war als angenommen stellte ich fest, wie wichtig das Thema eigentlich für viele Taucher und Tauchlehrer ist. Viele fragten im Laufe der Diskussion wie man dieses Problem beheben kann, entweder für sich selbst oder bei ihren Tauchschülern.

Deshalb möchte ich dieses mal exakt dieses Thema behandeln und den Tauchern selbst Hilfestellung geben, die sich beim Abnehmen der Maske unter Wasser nicht wohl fühlen.

Aus Sicherheitsgründen möchte ich darauf hinweisen, dass diese Übungen niemals unbeaufsichtigt durchgeführt werden sollten.

Was Du brauchst: Einen Schnorchel, eine Maske ein Stück Bungee oder ein Stirnband und etwas Wasser: einen flachen Abschnitt im See oder einer Bucht, ein Schwimmbecken, selbst die heimische Badewanne oder gar ein großer Eimer sind ausreichend.

werde den Säugetierreflex losZuerst setzt Du Deine Maske auf, nimmst Deinen Schnorchel in den Mund. Setze Dich auf das Sofa und beginne in aller Ruhe, durch den Mund zu atmen. Mache das eine Weile bis Du beginnst, Dich dabei wohl zu fühlen. Atme mal tief, mal flach, atme mal schnell und mal sehr langsam ein. Beobachte Deine Atmung, finde heraus, ob Du mehr in den Brustkorb oder in den Bauch atmest. Meist ist es beim Tauchen angenehmer, in den Bauch zu atmen, da es entspannter ist, also versuche, auf diese Art der Atmung zu üben.

Wenn das gut und entspannt klappt kannst Du den zweiten Schritt in Angriff nehmen und ins Wasser gehen. Vergiss nicht, jemanden mitzunehmen, der aufpasst.

Gehe ins Wasser oder stelle den Eimer an einen Ort, wo verschüttetes Wasser keinen Schaden anrichtet. Also beispielsweise in die Dusche oder in den Garten. Falls Du entscheidest, in einem See, einer Meeresbucht oder einem Schwimmbecken zu üben, stelle sicher, dass Du etwas zum Festhalten hast, damit Du nicht abtreibst. In Badewanne und Eimer ist as natürlich nicht notwendig.

Nimm Deinen Schnorchel in den Mund (ohne Maske), fixiere ihn mit einem Stück Bungee oder einem Stirnband an Deinem Kopf, lege das Gesicht ins Wasser und beginne, durch den Schnorchel zu atmen. Lasse Deine Augen offen, ein klein bisschen sehen zu können ist hilfreich, um zu entspannen und zugekniffene Augen verhindern Entspannung im Allgemeinen.

Falls Du Probleme hast, nur durch den Mund einzuatmen und dabei etwas Wasser in die Nase kommt (was aber eigentlich dank der Sofaübung nicht sein sollte), kannst Du sie während des Einatmens mit den Fingern zuhalten und dann für die Zeit des Ausatmens loslassen. Wenn das hilft, halte sie nur noch für den Anfang des Einatmens zu und reduziere die Zeit des Zuhaltens immer weiter, bis es ohne geht. Geht es ohne, atme so für eine Weile bis Du das ganze ganz entspannt kannst.

Wenn das klappt, beginne, statt durch den Mund durch die Nase auszuatmen. Manche Taucher müssen sich dafür anfangs vorstellen, dass sie ihre Nase putzen. Wenn das funktioniert, beginne bewusst zwischen dem Ausatmen durch Mund und Nase hin und her zu wechseln. Klappt auch das, kannst Du die Schwierigkeit erhöhen, indem Du während des Ausatemvorganges wechselst.

Wenn das klappt und Du Dich dabei gut fühlst, musst Du das Gefühl, dass Du dabei hast, nur noch konservieren. Vielleicht hilft es, wenn Du diese Übung von Zeit zu Zeit wiederholst. Jetzt musst Du das ganze nur noch mit Deinem Tauchlehrer üben. Sprich mit ihm vor dem Tauchen darüber, was du gemacht hast und was Du vorhast, lasst Euch Zeit dafür und es wird klappen.

Habe mit Dir selbst viel Geduld und denke daran: “Ob Du glaubst, Du kannst es oder ob Du glaubst, Du kannst es nicht, Du hast wahrscheinlich recht.” – Henry Ford –

Teil II: Maskenpanik besiegen – ein Guide für Tauchlehrer

Schrödingers Taucher – warum Maskenpanik ein Problem ist

*alle Kommentare werden zuerst geprüft, bevor sie hier erscheinen.

2 Kommentare

  1. Tschanz Melanie

    Ich glaube in diesem Satz sollte ausatmen stehen:
    Falls Du Probleme hast, durch Deine Nase einzuatmen (was aber eigentlich dank der Sofaübung nicht sein sollte) kannst Du…
    Lg Melanie

    Antworten
    • Alex Bueß

      Herzlichen Dank, habe das umgehend geändert. Fehler passieren mir leider auch manchmal, umso schöner, dass Du und auch andere mich nicht im Regen stehen lassen und mich auf meine Fehler hinweisen.

      Dankeschön, es freut mich, dass wir so liebe Leser haben!

      Antworten

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